Auf den Spuren des heiligen Franziskus – Pilgerreise nach Assisi

Auf den Spuren des heiligen Franziskus – Pilgerreise nach Assisi

Auf den Spuren des heiligen Franziskus – Pilgerreise nach Assisi

# Neues Sankt Franziskus

Auf den Spuren des heiligen Franziskus – Pilgerreise nach Assisi

Auf den Spuren des heiligen Franziskus – Pilgerreise nach Assisi

Eine Woche voller beeindruckender Begegnungen, gelebter Gemeinschaft und spiritueller Erfahrungen

Vom 11. bis 17. Oktober 2026 machten sich 35 Pilgerinnen und Pilger aus den Kirchorten St. Bonifatius, St. Lukas und St. Ottilia auf den Weg nach Assisi, in die Heimat des heiligen Franziskus, des Namenspatrons unserer Pfarrgemeinde. Im Jahr seines 800. Todestages bot die Pilgerreise eine besondere Gelegenheit, seinem Leben und seiner Botschaft nachzuspüren. Eine abwechslungsreiche Woche mit interessanten Besichtigungen, gemeinsamen Gottesdiensten und vielen schönen Begegnungen lag vor der Reisegruppe.

Ein besonderer Auftakt in Südtirol

Am frühen Sonntagmorgen startete die Gruppe um 6 Uhr am Kirchplatz in Horas. Die erste Etappe führte nach Natz-Schabs in Südtirol, wo ein wunderschön gelegenes Hotel inmitten von Apfelplantagen auf die Reisenden wartete. Ein besonderer Glücksfall: Genau an diesem Tag fand eines der größten Apfelfeste der Region statt. Die Gelegenheit, die Südtiroler Gastfreundschaft und das bunte Festgeschehen kennenzulernen, ließ sich die Gruppe nicht entgehen. Bei einem gemeinsamen Abendessen im Hotel klang der erste Reisetag gemütlich aus.

Am Montag führte die Weiterreise durch die beeindruckende Landschaft der Toskana nach Umbrien. Schon die Fahrt bot herrliche Ausblicke auf die sanften Hügel und malerischen Orte Mittelitaliens. In Assisi angekommen, bestand am späten Nachmittag die Gelegenheit, die imposante Basilika Santa Maria degli Angeli zu besuchen. In ihrem Inneren befindet sich die kleine Portiunkula-Kapelle, die als Wiege des Franziskanerordens gilt. Hier versammelte Franziskus seine ersten Gefährten und legte den Grundstein für seine Ordensgemeinschaft. Auch die Sterbekapelle des Heiligen befindet sich in der Basilika. Beim gemeinsamen Abendessen und anschließend in geselliger Runde an der Hotelbar ließ die Gruppe den Tag ausklingen.

Assisi – dem heiligen Franziskus auf der Spur

Der Dienstag stand ganz im Zeichen des heiligen Franziskus. Am Vormittag besuchte die Gruppe die eindrucksvolle Basilika San Francesco. Die prachtvolle Basilika mit ihrer Ober- und Unterkirche gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Besonders beeindruckend sind die kunstvollen Fresken, die Szenen aus dem Leben des heiligen Franziskus darstellen. In der Krypta unterhalb der Unterkirche befindet sich sein Grab, das bis heute Ziel zahlreicher Pilger aus aller Welt ist.

Bruder Thomas führte die Pilgerinnen und Pilger durch die bedeutende Wallfahrtskirche und vermittelte interessante Einblicke in das Leben und Wirken des Heiligen sowie die Geschichte der Basilika. Ein besonderer Höhepunkt war der anschließende gemeinsame Gottesdienst mit Pfarrer Markus Agricola.

Neben den spirituellen Erfahrungen blieb auch Zeit, Assisi mit seinen verwinkelten Gassen, historischen Gebäuden und wunderschönen Ausblicken zu entdecken. Bei einer Stadtführung lernten die Reisenden die Geschichte und die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der mittelalterlichen Stadt näher kennen.

Zu den besonderen Stationen gehörte die Basilika Santa Chiara, in der die heilige Klara, eine enge Weggefährtin des Franziskus und Gründerin des Klarissenordens, ihre letzte Ruhestätte gefunden hat. Sehenswert war auch die Kathedrale San Rufino, in der sowohl Franziskus als auch Klara getauft wurden. Die Piazza del Comune bildet mit ihren historischen Gebäuden und dem gut erhaltenen römischen Minervatempel das lebendige Zentrum der Altstadt. Die engen Gassen, kleinen Plätze und herrlichen Ausblicke über die umbrische Landschaft verliehen dem Rundgang einen ganz besonderen Reiz.

Der Mittwoch bot Gelegenheit, Assisi auf eigene Faust zu erkunden. Ob beim Besuch weiterer Kirchen, beim Bummeln durch die kleinen Geschäfte oder beim Genießen der italienischen Küche – jeder konnte die besondere Atmosphäre der Stadt auf seine Weise erleben.

Am Nachmittag versammelte sich die Reisegruppe in der kleinen Kirche San Damiano unterhalb von Assisi zu einem weiteren gemeinsamen Gottesdienst mit Pfarrer Agricola. Dieser besondere Ort ist eng mit der Berufung des heiligen Franziskus verbunden. Der Überlieferung nach hörte Franziskus hier vor dem Kreuz die Worte Christi: „Franziskus, geh und baue meine Kirche wieder auf.“ Zunächst verstand er diesen Auftrag wörtlich und begann, die verfallene Kirche wiederherzustellen. Später erkannte er darin seine Berufung, die Kirche durch ein Leben in Armut, Frieden und der Nachfolge Jesu zu erneuern. Auch die heilige Klara lebte viele Jahre mit ihrer Schwesterngemeinschaft in San Damiano. Die schlichte Kirche und ihre besondere Geschichte boten einen eindrucksvollen Rahmen für den gemeinsamen Gottesdienst.

Italienische Lebensfreude und beeindruckende Landschaften

Am Donnerstag führte ein Tagesausflug zunächst nach Perugia, die Hauptstadt Umbriens. Die auf einem Hügel gelegene Stadt blickt auf eine mehr als 2.000-jährige Geschichte zurück. Bei einer Stadtführung beeindruckten besonders die mittelalterliche Altstadt mit ihren engen Gassen und historischen Palästen sowie die Piazza IV Novembre mit ihrem kunstvoll gestalteten Fontana Maggiore, einem der bekanntesten Brunnen Italiens. Perugia verbindet auf besondere Weise seine reiche Geschichte mit dem lebendigen Flair einer italienischen Universitätsstadt.

Anschließend ging es weiter zum Lago Trasimeno, einem der größten Seen Italiens. Mit dem Schiff setzte die Gruppe zur malerischen Isola Maggiore über. Die kleine, bis heute bewohnte Insel begeistert mit ihren mittelalterlichen Gassen, alten Steinhäusern und wunderschönen Ausblicken über den See. Auch der heilige Franziskus soll sich hier im Jahr 1211 für 40 Tage zum Gebet und Fasten zurückgezogen haben. Eine kleine Kapelle erinnert an diesen Aufenthalt.

Greccio – auf den Spuren der ersten Weihnachtskrippe

Am Freitag führte die Reise zu einem weiteren bedeutenden Ort im Leben des heiligen Franziskus: nach Greccio. Hier stellte Franziskus im Jahr 1223 die Geburt Jesu in einer lebendigen Krippendarstellung nach und begründete damit eine Tradition, die bis heute in vielen Kirchen und Familien gepflegt wird.

Beim Besuch des eindrucksvollen Felsenklosters in Greccio wurde diese Geschichte lebendig. Ein gemeinsamer Gottesdienst mit Pfarrer Agricola gab Gelegenheit, die Eindrücke auf sich wirken zu lassen und sich noch einmal auf die Botschaft des heiligen Franziskus zu besinnen.

Im Anschluss an den Gottesdienst erhielten alle Pilgerinnen und Pilger ein gesegnetes Tau-Kreuz als Erinnerung an die gemeinsame Reise. Das Tau-Kreuz, das Franziskus selbst als Zeichen seines Glaubens verwendete, steht für Gottes Segen und den Frieden. Es wird die Reisenden auch zu Hause an die besonderen Tage und die Botschaft des heiligen Franziskus erinnern.

Anschließend führte die Reise weiter nach Rieti, einer geschichtsträchtigen Stadt im Herzen Italiens. Sie liegt im sogenannten Heiligen Tal von Rieti, das eng mit dem Leben des heiligen Franziskus verbunden ist. In dieser Region suchte Franziskus immer wieder die Stille und Abgeschiedenheit, um zu beten und neue Kraft zu schöpfen. Mehrere franziskanische Heiligtümer erinnern bis heute an sein Wirken.

Nach etwas Zeit zur freien Verfügung lernte die Gruppe bei einer Stadtführung die reizvolle Altstadt mit ihren mittelalterlichen Gassen, historischen Palästen und der eindrucksvollen Kathedrale Santa Maria Assunta kennen. Besonders interessant ist auch, dass Rieti seit der Antike als geografischer Mittelpunkt Italiens gilt. Die lebendige Stadt mit ihren kleinen Plätzen und gemütlichen Cafés bot einen schönen Abschluss der Besichtigungen, bevor es zurück zum Hotel ging.

Mit vielen schönen Erinnerungen zurück nach Fulda

Am Samstag hieß es schließlich Abschied nehmen von Italien. Die Heimreise verlief reibungslos, sodass die Gruppe sogar rund drei Stunden früher als geplant wieder in Fulda eintraf.

Mit vielen Eindrücken, schönen Erinnerungen und neuen Erfahrungen im Gepäck kehrten die 35 Pilgerinnen und Pilger nach Fulda zurück. Neben den beeindruckenden Kirchen, historischen Städten und reizvollen Landschaften waren es vor allem die gemeinsamen Gottesdienste, die Begegnungen und die vielen Gespräche, die diese Reise bereicherten.

Gerade im Jahr des 800. Todestages des heiligen Franziskus bot die Pilgerreise eine besondere Gelegenheit, dem Leben und der Botschaft des Namenspatrons unserer Pfarrgemeinde näherzukommen. So werden diese Tage nicht nur als eine abwechslungsreiche Reise nach Italien in Erinnerung bleiben, sondern vor allem als eine Zeit gelebten Glaubens und schöner Gemeinschaft.

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