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Die App der Innenstadtpfarrei
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Fastentuch in der Stadtpfarrkirche Fulda – „durch KREUZ te WEGE“ in der Fastenzeit

Predigt 5. Fastensonntag MISEREOR Fastenaktion

Der 5. Fastensonntag steht unter dem Motto der Misereor Fastenaktion „Die Welt ist voller guter Ideen. Lass sie wachsen.“
Zielland ist Burkina Faso.
Im Evangelium hören wir von der Auferweckung des Lazarus. Geht auch die Auferstehungserfahrungen in unserem Leben. Es geht um einen Perspektivenwandel. Jeus ruft Lazarus aus dem Grab und dieser muss gehen. Man löst ihm die Binden. So sind auch heute alle Binden, die Menschen einengen und gefangen nehmen zu lösen.

 

Predigt 4. Fastensonntag

Das Fastentuch zeigt die Entwicklung des Hl. Franz v. Assisi, der durch das Labyrinth seines Lebens neu zum Nächsten und zu Gott findet. Vor dem Kreuz von San Damiano erfährt er seine Bekehrung.

Die Symbole die das Kreuz von unten links bis unten rechts durchziehen, regen auch uns zum Nachdenken an in unserer Fastenzeit.

Suchen und Fragen – Liebe muss man tun – Erleuchte die Finsternis meines Herzens – Kirche aufbauen – Verschwenderisch geben - Mitleiden

 

Predigt am 19. März 3. Fastensonntag zum Hl. Joseph

In der Predigt bekam der Hl. Joseph einen Zimmermannsbleistift in die Hand.

Ein Bleistift hat einen Kern  - so lebte der Hl. Joseph auch aus der Mitte heraus.

Bei Benutzung verbraucht sich der Bleistift, so hat auch der Hl. Joseph sich verbraucht in seinem Dienst

Der Bleistift ist ein Handwerkszeug in der Hand des Handwerkers, so war der Hl. Joseph ein Werkzeug in der Hand Gottes.

Ein Bleistift markiert und grenzt ein. Der Bleistift hilft, das rechte Maß zu finden. So hat der Hl. Joseph Maß genommen für sein Leben am Wort Gottes.

Josef, dem Zimmermann lädt uns ein:
● Mache Gott zur Mitte deines Lebens.
● Nimm dir sein Wort zum Maßstab.
● Hinterlasse Spuren der Liebe in der Welt.
● Gib dich vertrauensvoll in Gottes Hand.

● Öffne dich und gehe auf die Menschen zu.

 

ducrch KREUZte WEGe

Das Fastentuch in der Stadtpfarkirche


Sendung im OK-Fulda ( 2.3-8.3.2017)

 

Das Hungertuch oder auch Fastentuch stellt in der Regel die Leiden Jesu Christi dar. Während der katholischen Fastenzeit verhüllt in vielen Kirchen ein solches Exemplar die prächtigen Einrichtungen und Altares und das Kreuz. Hungertücher dienten entsprechend dem " Fasten für die Augen".


Schon um das Jahr 1000 gab es solche Fastentücher.


Die Gläubigen sollten an die Passion Christi herangeführt werden. Dementsprechend zeigt eine Vielzahl der Fastentücher die Leidensgeschichte Jesu Christi. Sie wird entweder in einzelnen Stationen dargestellt oder als Gesamtbild abgebildet. Sie ist ein Sinnbild für die Buße, Trauer und Umkehr.

Nach der Reformation verschwand die eigentlich weitverbreitete Tradition der Fastentücher vielerorts. Sie lebte hauptsächlich in den katholischen Kerngebieten weiter. Heutzutage erhalten die Fastentücher neuen Aufschwung.


In diesem Jahr wird in der Stadtpfarrkirche wieder ein Fastentuch aus dem Bonner Münster von dem Fotografen Norbert Bach hängen. Es trägt den Titel „durch KREUZ te WEGe“. Das Tuch hat eine Größe von 7x8m und umspannt die Fläche über dem Hochaltar der Stadtpfarrkirche.


Der menschliche Lebensweg ist nicht ein gradliniger Weg, es gibt Wegkreuzungen, Orte, an denen man sich entscheiden muss; denn jede Wegkreuzung bietet mir mehrere Möglichkeiten an, weiterzugehen: In die Irre weisende, auf einen Umweg führende und den Weg, der mich dem Ziel näher bringen.


Auf dem Fastentuch ist in diesem Jahr das Kreuz von San Damiano in Assisi abgebildet. Es spielt im Leben des Hl. Franziskus eine bedeutende Rolle. Hin- und hergerissen kam der junge Mann an dieser Kreuzung an; er hatte schon manchen Weg eingeschlagen. In der Verfassung des Suchens und Fragens in seinem Leben, trifft er in der verfallenen Kirche San Damiano auf dieses Kreuz. Es führt ihn zur Entscheidung. Er hört die Botschaft: „Baue meine Kirche wieder auf!“, als er vor dem Kreuz der kleine Kirche betet. Dieses Kreuz ist die zentrale Darstellung des Fastentuches. Es zeigt anschaulich die zentralen Geheimnisse unseres Glaubens: Den Tod am Kreuz, die Auferstehung und Himmelfahrt. Der erhöhte Herr weist Franziskus den Weg.


Vom Aschermittwoch bis zum Karfreitag 15. März wir das Fastentuch in der Stadtpfarrkirche täglich von 8 Uhr – 18 Uhr zu sehen sein.

Kreuz von San Damiano

Das Kreuz aus dem 11. Jahrhundert ist nach byzant inischem Vorbild gemalt. Man sieht Christus hier mehr als den Herrscher, den König, weniger als den Leidenden. Hint er ihm ein schw arzer Balken, der das leere Grab darstellt . Über ihm eine Darstellung der Himmelfahrt. Unter seinen ausgebreiteten Armen. Personen, die unter dem Kreuzstanden: Maria, seine Mutter, Johannes, Maria Magdalena, Maria, die Mutter des Jakobus und der Haupt- mann, der das Bekenntnis ablegt : „ Dieser ist Gottes Sohn gewesen“.
So fasst das Kreuz die österlichen Geheimnisse zusammen: Tod, Aufer- stehung und Himmelfahrt. Die dargestellten Personen werden zu Typen: die Mutter, der Freund, die Sünderin, die stille Dienerin, der Gehorsame. Ur- sprünglich hing dieses Kreuz in dem zerfallenen Kirchlein San Damiano. Vom
Kreuz hört Franziskus die Stimme: „ Franziskus, stelle mein Haus wieder her“  Es gilt damit als w icht iger Ort in der Berufungsgeschichte des Heiligen.
Heute hängt das Kreuz in der Kirche der Hl. Klara in Assisi.

Das Labyrinth

Beim Labyrinth denken viele an einen sogenannt en „ Irrgart en“ wie etwa im
Gebäude des Königs Minos von Knossós auf Kreta. Aus dessen ver- schlungenen Gängen fand niemand heraus. So wurde man zum Opfer des gefährlichen Minotauros. Mit Hilfe des Ariadnefadens konnte Theseus den Weg heraus finden. Dort ist das Labyrinth ein „ Irrgarten“.Älter dagegen sind die unverzweigten Labyrinthe. Sie sind ohne Kreuzungen.
Es gibt keine Sackgassen, nur einen Weg, der in die Mitte führt. Wer ihn
geht , glaubt manchmal, die Mitte erreicht zu haben, und gleich darauf sieht
es so aus, als stünde man erneut am Anfang. Es ist ein Gehen und Suchen,
ein Suchen und Gehen - oft über Jahre. Wer nicht auf gibt , kommt zur Mitte.
Hier muss der Besucher seine Richtungändern und sich selbst verändern. Die Umkehr im Zent rum ist Tod und Wiedergeburt zugleich. Sonst gibt es keinen Weg zurück. So w ird das Labyrinth zum Symbol für den Lebensweg des Menschen. Wer ein Labyrinth begeht, weiß selten, wo sein Fuß grad steht. Doch w e auch greifen aus die Schritte, stehts kreisen sie um eine Mitte. Wer dort hin kommt, der findet sich; der ist vereint mit Gott und sich.
Im Labyrinth verliert man sich nicht Im Labyrinth findet man sich Im Labyrinth begegnet man nicht dem Minotaurus Im Labyrinth begegnet man sich selbst

 

Die Zeichen
Um das Kreuz herum sehen wir sechs Zeichen, auf den ersten Blick unlesbar, wie Hieroglyphen, die erschlossen werden müssen, wie ein Menetekel auf das Tuch geschrieben, das einer Deutung bedarf . Bevor ich mich ihr zuwende, kann ich den Bildern und Assoziat ionen folgen, die bei ihrem Anblick aus meinem Herzen auf steigen.

Suchen und Fragen

Wer sucht, der hat offene Augen, benötigt seine Sinne, um alles gewahr zu werden.

Liebe muss man tun

Wer dem anderen die Hand hinhält, wird selbst gehalten.

Erleuchte die Finsternis meines Herzens

Die Finsternis des Herzens ist die größte Finsternis. Sie zu durchdringen fällt auch Gott nicht leicht. Manchmal muss er Umwege machen oder sich langsam und vorsichtig dem Herzen nähern, damit es bereit ist, zu sehen, Licht zu empfangen.

 

Kirche aufbauen

Kirche, das ist ein Ort von Geben und Nehmen, von Ändern und Entwickeln. Es ist der Raum, in dem das Zeugnis wachsen kann.

Verschwenderisch geben

Wenn sich eine Hand am Brunnen mit Wasser füllt, dann kommt irgendwann der Zeitpunkt, an dem das Wasser über den Rand der Hand hinweg strömt. Wer ganz mit Gott gefüllt ist, wird verschwenderisch im Geben

MITLEIDen

Wer leidet, der ist zuweilen schutzlos wie ein Embryo. Wer mitleidet, der gibt dem Leidenden Raum und Geborgenheit

 
 

Predigt am 2. Fastensonntag

Zum Fastentuch DurchKREUZte WEGE von Norbert Bach.

Am 25.2.1208 wird das Leben des Hl. Franz von Assisi von Gott durchkreuzt. Vor dem Kreuz von San Damiano erkennt er sein Lebensziel und –ideal. Er hört die Stimme Gottes, die ihm sagt: „Bau meine Kirche wieder auf!“

In der Lesung hören wir von Abram, dessen Leben von Gott durchkreuzt wird und der aufbricht in ein neues Land. Auf dem Berg der Verklärung durchkreuzt Jesus die Gedanken der Jünger und sie lernen, dass nach jedem „Taborerlebnis“ auch der Abstieg in den Alltag folgt.

So sind auch wir durch das Labyrinth unseres Lebens unterwegs  und wenn wir uns unserem Leben stellen, begegnen wir dem Gekreuzigten.

 
 
© Katholische Stadtpfarrei Fulda