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Die App der Innenstadtpfarrei
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Was bedeutet die HEILIGE PFORTE?

Das Heilige Jahr beginnt mit einem ganz bestimmten Eröffnungsritus. Am 8. Dezember 2015 wird die Heilige Pforte des Petersdoms in Rom geöffnet. Diese Tür wird nur in einem Heiligen Jahr geöffnet und bleibt ansonsten zugemauert. Eine Heilige Pforte haben neben dem Petersdom auch die anderen großen Basiliken in Rom: St. Johannes im Lateran, St. Paul vor den Mauern und Santa Maria Maggiore. Nach und nach werden auch in diesen Kirchen die Heiligen Pforten geöffnet. Der Öffnungsritus symbolisiert, dass den Gläubigen in diesem Heiligen Jahr ein besonderer Weg zum Heil offen steht. Mit der Schließung der Heiligen Pforte am Petersdom endet am 16. November 2016 das Heilige Jahr ganz offiziell.

Brauch aus dem Mittelalter

Eine Heilige Pforte wird erstmals im Heiligen Jahr 1400 im Zusammenhang mit der Lateranbasilika erwähnt. In einem Brief aus Rom heißt es: „Wer dreimal durch diese Pforte schreitet, dem werden die Schuld und Sündenstrafen nachgelassen. Es ist ein Wunder, das die Menschen erleben ... Wenn du also in das Paradies gelangen willst, dann gelingt das.” Unter Martin V. ist ebenfalls eine Heilige Pforte dokumentiert, aber erst Alexander VI. etablierte ein liturgisches Zeremoniell. Seit 1499 wird das Heilige Jahr mit drei Hammerschlägen gegen die Heilige Pforte eröffnet. Beim dreifachen Hammerschlag zur Öffnung der Pforte wird der Psalmvers 118 gesungen: „Öffnet mir die Tore zur Gerechtigkeit, damit ich eintrete, um dem Herrn zu danken. Das ist das Tor zum Herrn, nur Gerechte treten hier ein.“ (Ps 118, 19 f).

 

Portal der Stadtpfarrkirche St. Blasius und die Pforte der Marienkapelle des Domes zu Hl. Pforten im Hl. Jahr der Barmherzigkeit ernannt.


Bischof Heinz Josef Algermissen hat auf Antrag von Stadtpfarrer Stefan Buß das Hauptportal der Stadtpfarrkirche zur Hl. Pforte im Hl. Jahr der Barmherzigkeit ernannt. Zusätzlich soll auch die Pforte der Marienkapelle des Domes ein besonderer Ort der Anbetung im Hl. Jahr sein.

Papst Franziskus hatte am 13. März 2015, im Petersdom die Feier eines außerordentlichen Heiligen Jahres angekündigt. Dieses „Jubiläum der Barmherzigkeit“ beginnt mit der Öffnung der Heiligen Pforte im Petersdom am Hochfest der Unbefleckten Empfängnis Mariens 2015 (8. Dezember 2015) und endet am 20. November 2016 mit dem Christkönigssonntag. Bereits Anfang 2015 hat der Papst gesagt: „Das ist die Zeit der Barmherzigkeit. Es ist wichtig, dass die Gläubigen sie leben und in alle Gesellschaftsbereiche hineintragen. Vorwärts!“ Die Eröffnung des Heiligen Jahres erfolgt am 50. Jahrestag des Abschlusses des Zweiten Vatikanischen Konzils. Es ist damit zugleich eine Einladung, das mit dem Konzil begonnene Werk fortzuführen.

In Rom werden die Hl. Pforten im Petersdom und den Hauptkirche der Stadt geöffnet. Im Hl. Jahr sind die Gläubigen besonders eingeladen          nach Rom zu pilgern und die Kirchen zu besuchen. Wem dies nicht möglich ist, dem ist in den diözesanen Pforten eine Möglichkeit der besonderen Wallfahrt gegeben. Die Gläubigen sind eingeladen die Kirche zu besuchen dort zu beten, die Hl. Messe zu feiern und das Bußsakrament zu empfangen.

Mit dem Heiligen Jahr der Barmherzigkeit rückt Papst Franziskus die Aufmerksamkeit auf die Barmherzigkeit Gottes, der alle an sich ziehen will. In der Begegnung mit IHM werden alle zur Barmherzigkeit angespornt.

Die offenen Pforten symbolisieren diese Offenheit Gottes und das die Kirche in Besonderer Weise offene Pforten haben will für die Menschen, auch derer die am Rande stehen.

Logo und Motto des Heiligen Jahres fassen in Wort und Bild zusammen, um was es bei diesem Jubiläum geht: Das aus dem Lukasevangelium stammende Wort „Barmherzig wie der Vater“ (6,36) lädt ein, diese Barmherzigkeit nach dem Vorbild des Vaters zu leben. Dieser ruft dazu auf, nicht zu urteilen oder gar zu verdammen, sondern zu vergeben und in geradezu maßloser Weise Liebe und Verzeihung zu schenken (vgl. Lk 6,37-38). Das Logo ist ein Werk des Jesuiten Marko I. Rupnik und präsentiert sich als eine kleine Summa Theologiae zum Thema der Barmherzigkeit: Es zeigt den Sohn, der sich den verlorenen Menschen auf die Schultern lädt. Dieses Bild hat schon die frühe Kirche sehr geschätzt, weil es die Liebe Christi zeigt, der das Geheimnis seiner Menschwerdung im Werk der Erlösung zur Vollendung führt. Das Bild veranschaulicht deutlich, wie der gute Hirte in direkten Kontakt mit dem Menschen kommt. Er tut dies mit einer Liebe, die in der Lage ist, Leben zu verändern. Der gute Hirte trägt die Menschheit mit außerordentlicher Barmherzigkeit auf den Schultern und seine Augen verbinden sich mit denen des Menschen. Christus sieht mit dem Auge Adams, und dieser mit dem Auge Christi. Jeder Mensch entdeckt also in Christus, dem neuen Adam, die eigene Menschlichkeit und, indem er in Christi Blick die Liebe des Vaters wahrnimmt, die Zukunft, die ihn erwartet.

Stadtpfarrer Stefan Buß betonte, es sei eine besondere Freude, dass der Bischof die Hl. Pforte für die Stadtpfarrkirche genehmigt habe. Im Konzept einer Citykirche trage das Symbol der offenen Pforte eine besondere Bedeutung – nicht nur im Hl. Jahr.

Das geöffnete Portal der Kirche symbolisiert die Offenheit der Kirche für die Menschen. Dem Portal und dem hinteren Raum kommen verschiedene Bedeutungen zu.

Dies hat nicht zuletzt auch den Grund, dass dem Hauptportal eine liturgische Bedeutung zukommt. Am Haupteingang beginnen Sakramentenspendungen (Beginn der Tauffeier, Beginn der Trauung). Das Portal ist Einzugsort für die großen liturgischen Feiern an den Festtagen des Jahres.

Das offene Portal  symbolisiert:

Wir wollen einladend sein. „Komm herein!“ – „Komm und sieh!“

Stadtpfarrer Stefan Buß wird die Hl. Pforte der Stadtpfarrkirche in einem Familiengottesdienst am 3.Advent um 11 Uhr eröffnen, zusammen mit Weihbischof Karlheinz Diez dann im Dom im Rahmen der Abendmesse um 18.30 Uhr die Pforte der Marienkapelle.

 

 

Heilige Pforte im Jahr der Barmherzigkeit

Papst Franziskus hat am 8. Dezember 2015 mit der Öffnung der Hl. Pforte im Petersdom in Rom das Hl. Jahr der Barmherzigkeit eröffnet. Erstmalig hat er auch den Bischöfen gestattet, Hl. Pforten in ihren Bistümern zu benennen.

Unser Bischof Heinz Josef Algermissen hat auf Antrag des Stadtpfarrers Stefan Buß gestattet, das Hauptportal der Stadtpfarrkirche als Hl. Pforte zu öffnen, was am 3. Adventssonntag 2015 feierlich erfolgte.

 

Im Hl. Jahr stellt Papst Franziskus die Barmherzigkeit Gottes in den Vordergrund: „Das ist die Zeit der Barmherzigkeit. Es ist wichtig, dass die Gläubigen sie leben und in alle Gesellschaftsbereiche hineintragen.“ Gott ist für alle Menschen offen, vor allem für die Schwachen und die Menschen am Rande. Deshalb sind wir als Christen gefordert, offen und barmherzig zu sein.

Und dafür ist das offene Portal ein Zeichen:

Alle sind eingeladen, in die Gemeinschaft der Kirche einzutreten. Andererseits soll die Kirche hinaustreten, den Kirchenraum verlassen und dorthin gehen, wo die Menschen   sind und leben.

 

Das Logo zum Hl. Jahr, das im oberen Teil des Portals zu sehen ist, überbringt uns bildlich die Botschaft des Jahres der Barmherzigkeit:

- Das Gemälde, ein Werk des Jesuiten Marko I. Rupnik,     zeigt Jesus Christus, der sich den verlorenen Menschen auf die Schultern lädt. Darin kommt die Liebe Christi zum Ausdruck, der in seiner Geburt uns Menschen gleich wurde und uns durch seinen Tod am Kreuz erlöst hat. Jesus Christus ist der gute Hirte, der jeden einzelnen Menschen mit außerordentlicher Barmherzigkeit auf seinen Schultern trägt. Seine Augen verbinden sich mit denen des Menschen. So drückt der Künstler die übergroße Liebe Jesu zu allen Menschen aus. In unseren Tagen ist es die Kirche, die den Dienst des guten und barmherzigen Hirten in der Welt übernehmen und so die Liebe Jesu sichtbar und spürbar machen soll.

-Zum Bild passt das Wort aus dem Lukasevangelium:

„Barmherzig wie der Vater“ (Lk 6,36). Er lädt uns ein, die Barmherzigkeit nach dem Vorbild des Vaters in unserem Alltag durch unsere Taten zu verwirklichen.

 

Das Hl. Jahr endet mit dem Christkönigsfest am 20.November 2016.             

 
 

GEBET

Herr Jesus Christus, 
du hast uns gelehrt, 
barmherzig zu sein wie der himmlische Vater, 
und uns gesagt, wer dich sieht, sieht ihn. 
Zeig uns dein Angesicht, und wir werden Heil finden.

Dein liebender Blick 
befreite Zachäus und Matthäus aus der Sklaverei des Geldes; 
erlöste die Ehebrecherin und Maria Magdalena davon, 
das Glück nur in einem Geschöpf zu suchen; 
ließ Petrus nach seinem Verrat weinen 
und sicherte dem reumütigen Schächer das Paradies zu. 
Lass uns dein Wort an die Samariterin so hören, 
als sei es an uns persönlich gerichtet: 
„Wenn du wüsstest, worin die Gabe Gottes besteht!“

Du bist das sichtbare Antlitz des unsichtbaren Vaters 
und offenbarst uns den Gott, der seine Allmacht vor allem 
in der Vergebung und in der Barmherzigkeit zeigt. 
Mache die Kirche in der Welt zu deinem sichtbaren Antlitz, 
dem Angesicht ihres auferstandenen und verherrlichten Herrn.

Du wolltest, dass deine Diener selbst der Schwachheit unterworfen sind, damit sie Mitleid verspüren mit denen, 
die in Unwissenheit und Irrtum leben. 
Schenke allen, die sich an sie wenden, 
die Erfahrung, von Gott erwartet und geliebt zu sein 
und bei ihm Vergebung zu finden.

Sende aus deinen Geist und schenke uns allen seine Salbung, 
damit das Jubiläum der Barmherzigkeit 
ein Gnadenjahr des Herrn werde 
und deine Kirche mit neuer Begeisterung 
den Armen die Frohe Botschaft bringe, 
den Gefangenen und Unterdrückten die Freiheit verkünde 
und den Blinden die Augen öffne.

So bitten wir dich, 
auf die Fürsprache Mariens, der Mutter der Barmherzigkeit, 
der du mit dem Vater in der Einheit des Heiligen Geistes 
lebst und herrschst in alle Ewigkeit.

Amen.

 
 
© Katholische Stadtpfarrei Fulda