Kirchenrenovierung
Im August 1999 begann die Sanierung unserer Stadtpfarrkirche. Zunächst wurden eine Warmluftgebläseheizung und eine Lichterstation mit Absauganlage eingebaut. Im Mai 2000 war der erste Bauabschnitt abgeschlossen.
Der zweite Bauabschnitt begann 2000 bis 2002 mit der Durchführung der Dachsanierung. Bei dieser Gelegenheit wurde auch die Türmerwohnung saniert und ein neuer Außenanstrich angebracht.
Im Anschluss daran begann der dritte Bauabschnitt, die große Innenrestaurierung im Zeitraum 2002 bis zur Einweihung im März 2004.
Es wurde der gesamte Innenraum, Hochaltar, Deckengemälde, Wände, Kirchenbänke und Beichtstühle, restauriert. Ebenfalls wurden neue Podien installiert.
Die Seitenaltäre und Orgelempore konnten parallel zur Orgelreorganisation im Jahre 2004/2005 restauriert werden.
Idee der "Reorganisation" der Orgel der Stadtpfarrkirche war es, den erhaltenen Bestand liebevoll zu restaurieren, vervollständigen und wieder zu einem homogenen Ganzen zu vereinen. Für den Betrachter besonders augenfällig wurde die Farbgebung des Holzes des mächtigen Orgelprospektes auf das für die Erbauerzeit typische Mahagoni verändert und die Prospektpfeifen aus strahlendem Zinn angefertigt. Der Spieltisch erhielt wieder den Platz in der Mitte der Orgel, so wie es 1837 der Fall war.
Das technische Konzept der Orgel hatte zum Ziel, neben der großen Balganlage von 1900 auch die aus derselben Zeit erhaltenen pneumatischen Kegelladen in der Orgel zu belassen. Der Werkaufbau im Innern der Orgel mit drei Manualen und Pedal entspricht jetzt dem Aufbau des aus dem Jahr 1837 stammenden Ratzmannprospektes.
Eine rein pneumatische Tonsteuerung verursacht wegen des nicht sofortigen Druckaufbaus in den Windkanälen, die zwischen Taste und Kegelventil unter den Pfeifen sehr lang sein können, eine nicht unbeträchtliche Verzögerung der Tonansprache. Um dies zu verbessern, wurde die pneumatische Traktur mit einer die weiten Wege überbrückenden und sofort ansprechenden Mechanik kombiniert. Die Vorteile der Mechanik wurden mit dem klanglichen Reiz der pneumatischen Windladentechnik kombiniert.
Eine Setzerkombination gestattet dem Organisten die vielfältigen Klangmöglichkeiten des romantischen Farbenreichtums abzuspeichern und flexibel zu nutzen. Das bestehende historische Pfeifenwerk, teilweise von Ratzmann und größtenteils von Eggert, wurde übernommen. Fehlende Pfeifen wurden ersetzt, neue Pfeifen angepasst.
Die nach der Gesamtrestaurierung der Kirche erhalten gebliebene Raumfarbigkeit der romantischen und neobarocken Elemente der Kirche wurde durch die von der Firma Klais wiederhergestellten Klanglichkeit der Orgel schlüssig ergänzt.
Die Sanierung und Renovierung war mit einem sehr hohen Kostenaufwand verbunden. Die geplanten Kosten konnten nicht immer eingehalten werden, da sich, z. B. bei der Dachsanierung herausstellte, dass der Schaden im Gebälk höher war als vorher angenommen wurde.
Die Renovierung ist nun abgeschlossen und unser Gotteshaus erstrahlt in neuem Glanz.
Wir würden uns freuen und wären Ihnen dankbar, wenn Sie uns durch Ihre Spende beim Abtragen der Schulden helfen könnten.
Stadtpfarrei St. Blasius Fulda
Spendenkonto
K.Nr.: 677
BLZ : 53050180
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